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Unterstützung (Briefe)
Förderung der erfolgreichen Arbeit des Fan-Projekts gefährdet?

– Sollen Jugendliche allein gelassen werden?
Breite Unterstützung der Fachwelt für anerkanntes Projekt
Fan-Projekt Jena drohen Kürzungen
Mit drastischen finanziellen Einschnitten muss das Fan-Projekt Jena rechnen. Das Thüringer Sozialministerium teilte mit, seinen Finanzierungsanteil von 18 120 Euro für eine Personalstelle streichen zu wollen.
JENA. "Mit Bestürzung" reagierte die Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte (BAG) auf den Plan. Die Arbeit des deutschlandweit anerkannten Vorzeigeprojektes wäre damit existenziell gefährdet. Automatisch hätte dies eine Kürzung des DFB-Förderanteiles um ein Drittel zur Folge, so Sprecher Ralf Busch.
Als "sicher schmerzlich, aber kompensierbar" sieht indessen Ministeriumssprecher Thomas Schulz "die wie in vielen ähnlichen Bereichen notwendigen Einsparungen" an. Die endgültige Entscheidung, ob es zur Kürzung kommt, wird der Landtag fällen, wenn im Dezember die Haushaltsdebatte folgt.
Auf geschicktem Wege, zum Beispiel mit Lottomittelanträgen oder weiteren Sponsoren, wären die Verluste nach Ansicht Schulzes ausgleichbar. In Erfurt, wo alles ehrenamtlich laufe, werde dies so praktiziert.
Die Finanzquellen seien bereits erschöpft, erwidert Matthias Stein. Er leitet das Jenaer Fanprojekt, in dem weiterhin Sozialarbeiter Lutz Hoffmann angestellt ist. Eine Stelle ist nun mindestens gefährdet, dazu auch der große Umfang der Streetworker-Tätigkeit, der Straf- fälligenhilfe, der Ferienbetreuung usw., der in anderen Bundesländern als Vorbild diente.
Die BAG sieht weitreichende Konsequenzen: Faktisch würde sich der Freistaat damit aus dem so genannten Nationalen Konzept für Sport und Sicherheit verabschieden. Das wäre hinsichtlich der anstehenden WM 2006, in die Jenas Projekt eingebunden ist, ein falsches Zeichen.
13.10.2004 Von Michael VOSS
www.thueringer-allgemeine.de
Tobias Gerlach
Thüringer Ministerium
für Soziales, Familie und Gesundheit
Salzmünde, den 13.10.2004
Geplante Mittelkürzung für Fan-Projekt Jena e.V.
Sehr geehrter Herr Minister Dr. Zeh,
nach sicherlich vorläufiger, aber doch ernst zu nehmender telefonischer Mitteilung von Frau Karger an Herrn Matthias treibt mich die Sorge um, dass die Finanzlage des Freistaates Thüringen dazu führt, Landeszuschüsse für das Fanprojekt Jena e.V. zu streichen und damit nicht nur seinen Bestand, sondern auch seine erzielten Erfolge zu streichen.
Ich kann mir vorstellen, dass sie nicht unbedingt Argumente gegen das Fanprojekt ins Feld führen möchten, wohl aber eine "leere Tasche". Für diese Situation müssen alle Beteiligten Verständnis haben, aber es muss erlaubt sein, die erhoffte Einsparnis zu hinterfragen.
Das Fanprojekt Jena leistet eine ausgesprochen gute Arbeit ! Aufgrund dieser Überzeugung bin ich auch Mitglied des Selbigen geworden.
Wer einmal Zielscheibe von Gewalt beim Fußballspiel (ist mir in Leipzig widerfahren und konnte mich nur mit erheblicher Gegenwehr aus der Gefahr bringen) geworden ist, weiß die Atmosphäre in Jena zu schätzen, in der für Fußballverhältnisse relativ große Toleranz gelebt wird und ein Verstoß gegen die Mindestregeln des menschlichen Anstandes auch offensiv geächtet und mit Gegenmaßnahmen beantwortet wird.
Natürlich ist dies kein Verdienst, der nur dem Fanprojekt zu verdanken ist, sondern hat auch mit gutem Zusammenspiel mit dem Verein und den Sicherheitskräften zu tun, aber gerade hier zeigt sich ja wieder die Gefahr, denn ein Wegfall eines der Beteiligten, würde jahrelange Zusammenarbeit und entstandene Kompetenz und Erfahrung auseinander dividieren.
Ich kann Ihnen keine Gegenrechnung aufmachen, möchte aber zumindest andeuten, dass eine Verschärfung des Klimas rund um ein Fußballspiel eine Erhöhung des Sicherheitspersonals nach sich zieht (Landeskosten) und oft mit Vandalismus (Landeskosten, Kosten des Trägers) einhergeht. Vielleicht ist für ein Ministerium die Kostenstelle wichtig, als Steuerzahler sei mir aber die Bemerkung erlaubt, dass es dies unter einem Blickwinkel, der über den Tellerrand hinaus geht, nicht so gesehen werden sollte.
In diversen Städtevergleichen schneidet "Boomtown" Jena glänzend ab, im SPIEGEL wurde Jena als "Hauptstadt der Intelligenz" gerühmt, neben dem Image der Wirtschaftsmacht nimmt das schöngeistige Leben (Kulturarena) einen großen Raum ein, auch auf meine eigene Lebensplanung nahm dieses Image Einfluss, denn ich möchte mittelfristig in Jena als selbständiger Bauingenieur arbeiten - ein Verfall der Sitten im Abbe-Sportfeld auf ein Niveau von Halle oder Dresden (Dynamo) könnte niemals am Freistaat Thüringen und am Profil seines "Leuchtturms" vorbei gehen.
Ich pflege zu Mathias Liebing, einem Journalisten, der für TAZ, Mitteldeutsche Zeitung und das Magazin 11 Freunde schreibt, ein freundschaftliches Verhältnis, unterstütze ihn teilweise auch bei der Recherche um das Thema Fußball und Gewalt und muss aus meinen Erfahrungen schildern, dass Matthias Stein, Leiter des Fanprojektes, eine überregionale Größe für die Fanprojekte in Deutschland darstellt. So gab er als Bundessprecher der BAG nicht nur Tipps und Hinweise an Kollegen weiter, sondern war für einige FP (Dresdner SC, Aue, Zwickau) regelrecht Aufbauhelfer. Er holte die Wanderausstellung "Tatort Stadion" nach Jena und damit auch Missstände ins Bewusstsein, die gerne totgeschwiegen werden. Es wäre schade, wenn einer der fähigsten Köpfe auf dem Gebiet der Fanarbeit seine Ideen und seine Kompetenz nicht mehr in ein Anliegen einbringen kann, welches gesellschaftliches Ziel sein sollte: Rückbindung eines schwierigen Klientels vom extremen Rand zurück zur Mitte.
Es muss die Frage erlaubt sein, was denn passiert, wenn es ein Fanprojekt nicht mehr gäbe. Vielleicht sind die Antworten in NPD-Statuten geschrieben, denn machen wir uns nichts vor: Fußball ist latent anfällig für rechte Unterwanderung. Es wäre furchtbar, wenn im Jenaer Umfeld die Betreuung der schwierig erreichbaren Zielgruppen des FP von politischen Rattenfängern übernommen würde ! Mit CD-Aktionen (Sachsen-Anhalt) und organisierten Jugendverbänden (Sächsische Schweiz) fangen die Untriebe an, die zu Wahlergebnissen wie zuletzt (und womöglich mehr ?) führen.
Ich bitte Sie inständig, den Fußballverein nicht mit allen Problemen allein zu lassen und hoffe, dass bisher zuteil gewordene jahrelange Unterstützung des FP durch namhafte Sponsoren mit hohem sozialem Engagement (z.B. Stadtwerke Jena-Pössneck) und durch Mitglieder, aber vor allem die Erfolge des FP nicht zunichte gemacht wird. Es sollte nicht vergessen werden, dass Tatort und Entstehungsort nicht identisch sind, und für den Rahmen, den der Staat für Wirtschaft, Bildung und eben sozialem Gefüge setzen soll/möchte, dann auch ausreichende Zuwendung vorhanden sein muss.
Aus dem letzten Haushaltsbericht des FP weiß ich noch so ungefähr, dass alle möglichen Sparmaßnahmen getroffen und durch Gehaltsverzicht der Mitarbeiter sogar flankiert sind. Jede weitere Einsparung würde an die Substanz der Arbeit gehen !
Vielleicht wäre es angebracht, mehrere Beteiligte aus Finanzministerium, Polizeiführung und DFB noch einmal an einen Tisch zu bringen, um gemeinsame, aber auch unterschiedliche Interessenaspekte zu besprechen.
Ich hoffe, dass ich weiterhin mit gutem Gefühl Fußballspiele in Jena besuchen kann und gehe davon aus, dass dafür alle Seiten ihr Möglichstes tun.
In diesem Sinne verabschiede ich mich
Hochachtungsvoll
Tobias Gerlach
Koordinationsstelle Fan-Projekte bei der Deutschen Sportjugend (KOS)
Thüringer Ministerium
für Soziales, Familie und Gesundheit
13.10.2004
Situation des Fan-Projekts Jena - Streichung der Landesförderung
Sehr geehrter Herr Minster Dr. Zeh,
mit großer Bestürzung erfuhren wir gerade von der erneuten Streichung von Landesmitteln durch Ihr Ministerium, durch die der Fortbestand des traditionsreichen, überaus wertgeschätzten und aus unserer Sicht modellhaften Fan-Projekts in Jena für den gesamten ostdeutschen Raums gefährdet ist.
Die Empörung in der gesamten Fachwelt ist - so viel konnten wir schon in den vergangenen beiden Tagen feststellen - gewaltig. Auch wir mochten zunächst die aktuelle Entwicklung in Thüringen nicht so recht glauben, was nicht zuletzt an einer über die letzten Jahre doch sehr positiven Zusammenarbeit und Kommunikation auch Ihres Hauses mit der Koordinationsstelle Fan-Projekte (KOS) und dem nun betroffenen Fan-Projekt Jena lag.
Zur besonders qualifizierten sozialpräventiven Arbeit in Jena müssen wir Ihnen sicherlich keine Ausführungen mehr machen. In der Vergangenheit wurde die hohe Reputation dieser Arbeit immer wieder durch besondere Unterstützungsmaßnahmen aus Ihrem Ministerium über finanzielle Engpässe hinweg gefördert.
Aus vielen früheren Gesprächen nahmen wir eine pro-aktive Haltung Ihres Ministeriums zur nicht einfachen Arbeit mit Fußballfans mit. In diesen Gesprächen war u.E. auch die weit über die Jenaer Grenzen hinausreichende Wirkung von Bedeutung. So versuchen wir ja bereits seit vielen Jahren gemeinsam mit Ihrem Hause und unter stetiger Partizipation des Jenaer Fan-Projekts für die bundesweit schlecht reputierte Fanszene aus Erfurt ein adäquates sozialpräventives Projekt zu entwickeln, leider immer noch ohne Erfolg.
Insofern befürchten wir, dass bei Vollzug der Mittelkürzung durch den Freistaat Thüringen das Fan-Projekt Jena seine Aktivitäten nicht bloss reduzieren, sondern über einen überschaubar kurzen Zeitraum einstellen muss. Das hätte dramatische Folgen - nicht nur für den Freistaat Thüringen und die Städte Jena und Erfurt.
Als Koordinationsstelle Fan-Projekte sind wir für die Umsetzung der Beschlüsse des "Nationalen Ausschusses Sport und Sicherheit" im Bereich der sozialen Arbeit mit Fußballfans verantwortlich. Gegenwärtig beschäftigt insbesonders die Situation in den Traditionsstädten der ehemaligen DDR-Oberliga, zu denen ja u.a. Jena zu zählen ist, welche überwiegend in die Oberligen abgetaucht sind, mehrere relevante bundesweite Gremien.
Hinsichtlich der staatlichen Sicherheitsgarantien für die Fußballweltmeisterschaft 2006 und der dbzgl. Vorbereitungen haben alle damit befassten Organe ein vitales Interesse am sicheren Fortbestand der sozialpräventiven Fan-Projekte, die eine wichtige Rolle im "Nationalen Sicherheitskonzept Fußballweltmeisterschaft 2006" des Bund-Länder-Ausschusses erhalten haben. Um dem Motto "Zu Gast bei Freunden" entsprechendes Leben einzuhauchen, benötigen wir alle relevanten Fachkräfte und Erfahrungen, wozu gerade auch die Fan-Projekte zählen.
Bereits vor mehr als einem Jahr wurde mit dem Fan-Projekt Jena über ein WM-Programm in Thüringen verhandelt, welches darauf Bezug nimmt, dass die größte Sportveranstaltung der Welt nicht spurlos an Thüringen vorbei geht. Schliesslich wird die WM im ganzen Bundesgebiet die Menschen bewegen und zusammen bringen, auf den öffentlichen Plätzen wird es zu Begegnungen kommen, die sich mithilfe von spezifischen Angeboten, wie sie das Jenaer Projekt z.T. federführend bundesweit implementieren und etablieren konnte (z.B. Streetkick-Angebote), zu einer positiven Visitenkarte der Veranstalter entwickeln können.
Dieses hohe, spezifische Know-How der sozialpräventiven Fanarbeit hat sich gerade erst bei der EURO 2004 in Portugal bewährt, wo die Fan-Botschaften und die soziale Betreuung von Fußballfans erstmals in europäischer Kooperation zum positiven Verlauf entscheidend beitrug.
Für die WM 2006 ist diese Arbeit in einer weitaus höheren Intensität und Quantität vorgesehen, das Fan-Projekt Jena nimmt dabei eine zentrale Rolle ein. Für den Wegfall der Landesförderung wären wir jedoch gezwungen, den gesamten Freistaat Thüringen quasi als "weißen Fleck auf der Fußball-WM-Landkarte" zu betrachten, jegliche Präventionsarbeit bliebe dann den Sicherheitskräften überlassen.
Wir wissen um die Schwere Ihres Amtes, wenn in fiskalisch schwierigen Zeiten auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen sind. Diese große Aufgabe und Verantwortung verdient Respekt.
Wir möchten jedoch trotz der schwierigen Haushaltslage daran erinnern, dass mit der Einstellung der Förderung des Fan-Projekts Jena durch den Freistaat Thüringen eine hochsensible Gemeinschaftsaufgabe von Land, Kommune und Fußball politisch einseitig aufgekündigt wird.
Wir wären somit gezwungen, alle mit der Umsetzung der Beschlüsse des Nationalen Konzepts Sport und Sicherheit sowie der Vorbereitungen für die Fußball-WM befassten nationalen wie internationalen, politischen wie verbandlichen Stellen unverzüglich über die Folgen zu informieren und entsprechende Schlüsse zu ziehen.
Angesichts der bereits durch nationale Gremien erkannten besonderen Konfliktlagen in den östlichen Bundesländern würde dies für Empörung sorgen, da sich gegenwärtig die KOS in Zusammenarbeit mit den ostdeutschen Fan-Projekten an der Konzeption einer "Konzertierten Aktion" für die Standorte mit Traditionsfußballvereinen befindet, welche mit besonderen Anstrengungen des DFB und des NOFV zu einer den Jenaer Standards entsprechenden Arbeit zu entwickeln wären.
So ist bspw. die Situation in Dresden (hier nur exemplarisch benannt) und rund um die Dynamo-Fanszene inzwischen so ernst und heikel, das mit einem sehr gewaltbereiten und quantitativ erschreckendem Potential beim Fußball nur sehr eingeschränkt eine vermittelnde Kommunikation möglich ist. Die Chance zu niederschwelliger Konfliktlösung ist hier kaum noch gegeben, was vorrangig daran liegt, dass der Freistaat Sachsen hier über lange Zeit die Förderung von Fan-Projekten ignorierte. Derzeit hat ein Runder Tisch des Sächsischen Landtags sich zum Nationalen Konzept Sport und Sicherheit bekannt, welches ja bereits in 1992 verabschiedet wurde.
Sie können sich sicher vorstellen, was eine langjährige Ignoranz nun an zusätzlichen Anstrengungen von Politik wie Sozialarbeit verlangt, um auch nur in Sichtweite der Jenaer Konfliktvermittlungskompetenz zu gelangen...
Das Wegbrechen der Jenaer Arbeit würde somit auf völliges Unverständnis im gesamten (sport-)politischen Umfeld stossen.
Wir bitte Sie daher noch einmal mit allem Nachdruck, Ihr Vorhaben zu überprüfen. Sicherlich stehen wir auch zu einem entsprechenden Hintergrundgespräch zur Verfügung, da sich nicht alle aktuellen Entwicklungen zur Fußball-WM wie die Sorge um eine Renaissance von gewalttätigen Verhaltensweisen insbesondere in ostdeutchen Standorten (Stichwort: polnische Hooliganverhältnisse) in gebotener Weise hier aufführen lassen.
Mit freundlichen Grüßen
i.V.
Thomas Schneider
Leiter
Fan-Projekt der Sportjugend Berlin / BAG-Sprecher
Thüringer Ministerium
für Soziales, Familie und Gesundheit
Berlin, 12.Oktober 2004
Geplante Landesmittelkürzung des Freistaates Thüringen beim Fan-Projekt Jena e.V.
Sehr geehrter Herr Minister Dr. Zeh,
mit Bestürzung haben wir erfahren, dass seitens Ihres Ministeriums geplant wird, beim Fan-Projekt Jena im Haushaltsjahr 2005 die anteilsmäßige Landesfinanzierung für eine Personalstelle (18.120,- Euro) nicht fortzuführen. Von dieser Maßnahme wäre das Fan-Projekt Jena in seiner Arbeit existenzell betroffen, vor allem vor dem Hintergrund, daß eine Mittelkürzung durch das Land - gemäß Nationalem Konzept Sport und Sicherheit (NKSS) - automatisch auch eine Kürzung des 1/3 Anteil des DFB zur Folge hätte.
Die geplante Streichung würde demnach nach 12 Jahren der -zumindest was den Standort Jena betrifft- vorbildlichen Umsetzung, faktisch den Ausstieg des Freistaats Thüringen aus dem NKSS bedeuten.
Dies wäre für Deutschland wohl einmalig und gerade auch im Hinblick auf die Fußball Weltmeisterschaft 2006 nach unserer Meinung ein denkbar falsches Zeichen.
Denn die WM findet nicht nur in den zwölf Ausrichterstädten statt, sondern in ganz Deutschland. Vor diesem Hintergrund plant auch der Deutsche Fußball Bund im Rahmen eines besonderen "Förderplanes Ost" (Arbeitstitel) den Aus- und Aufbau von Fanprojekten auch unterhalb der Regionalligen, weil er erkannt hat, wie wichtig die Fan-Projektarbeit gerade auch in den neuen Bundesländern ist.
Nicht umsonst setzt sich der DFB schon seit Jahren - auch über seinen Zuständigkeitsbereich hinaus - für den Erhalt einer professionellen pädagogischen Fan-Projekt Arbeit in Jena ein. Denn allgemein hat die Arbeit der Fan-Projekte mit dafür gesorgt, dass negative Schlagzeilen über Fans weitgehend verschwunden sind.
Ferner findet in der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) aller 31 deutschen Fan-Projekte die Arbeit des Fan - Projekt Jena eine hohe Anerkennung und Wertschätzung. Hinzu kommt die wichtige Rolle der Fan-Projekte bei der Vorbereitung der WM 2006 im eigenen Lande. In diesem Zusammenhang ist das Fan-Projekt Jena bereits jetzt fest für die Konzipierung eines Rahmenprogramms für Kinder und Jugendliche eingeplant.
Die Arbeit des Projektes ist zudem von überregionaler Bedeutung. So ist Projektleiter Matthias Stein Regionalverbundssprecher Ost der BAG Fan-Projekte und Mitglied des Geschäftsführenden Arbeitskreises der BAG. In dieser Funktion arbeit er maßgeblich an der Weiterentwicklung von bundesweiten und europäischen Standards in der Fan- und Zuschauerbetreuung mit. Dies zeigt sich u.a. daran, daß er Mitglied zweier Delegationen, die nach Ungarn (Ende 2004) und in die Türkei (Anfang 2005) reisen, ist. Nicht zu vergessen sei an dieser Stelle auch seine vierjährige Tätigkeit von 1999 bis 2003 als Bundessprecher aller Fan-Projekte.
Gerade das Fan-Projekt Jena hatte und hat mit seinem Arbeitskonzept eine Vorbildfunktion für eine Reihe von Projekten in den neuen Bundesländern und darüber hinaus. Auf die Fachkompetenz des Fan- Projekt Jena in Fanfragen können und möchten wir deshalb auch in Zukunft nicht verzichten.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Fan-Projekte bittet deshalb die jugendpolitisch Verantwortlichen in Thüringen, das örtliche Fan-Projekt in Jena mit allen Möglichkeiten zu unterstützen. Nur so ist der erfolgreiche Beitrag, den gerade dieses Projekt in der gewaltpräventiven Arbeit mit Fußballfans schon seit Jahren leistet, weiterzuführen. Dies gerade auch im Hinblick auf eine Fußball - Weltmeisterschaft, die nicht nur an den Spielorten die Menschen und vor allem Jugendliche in ihren Bann ziehen wird.
Mit freundlichen Grüßen
Ralf Busch
(Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fan-Projekte (BAG)
Leiter Fan-Projekt der Sportjugend Berlin)













